Fragen

Fragen

Sag, was bin ich Wert,

reicht es bis zum goldenen Baren der Unendlichkeit,

oder nur vom Kot unter dem Schuhwerk,

Tränen fließen der immer wiederkehrenden Torheit.

 

Sag, wo gehör ich hin?

Reicht es bis zum Land der Sicherheit,

mit einer Verschleierung der tatsächlichen Freiheit.

Reizende Plastikpuppen mir schauen ins Gesicht,

schreit es im inneren „Nein, ich will es nicht.“

Lauf den Weg orientierungslos umher,

ein Mann auf der Straße starb – Blicke sind leer.

´Das Glück soll auf dem Asphalt liegen´, sagt man sich,

doch mit ihm ein Meer aus Hilflosigkeit: ´Ja, ich sehe dich.´

Du, der Schatten einer Wahrheit,

dieser Klarheit,

raut die Ökonomie als Gesundheit.

Bildet sich im Aug´ Tränen,

mit ihm ein Bild vom Leben der Blut durchströmenden Venen.

Das Innere sich zerfleischt und verletzt,

gefangen im gesellschaftlichen Netz.

Wo ist eins der Baum des Lebens,

dessen Wurzeln waren der Erde ergebend?

Schönheit der Natur mir so viel Kraft gab

und ich ihr so oft erlag.

 

Sag, wohin soll ich gehen?

Mit tanzenden Blättern im Wind

oder mit wehenden – eins wundervollen Träumen, dahin?

Manchmal, die mir farbenprächtigen Blätter wiedererscheinen,

das Bild der Reinheit des Daseins der Wurzel wieder vereinen.

Ein bekümmertes Herz mir ruhelos entgegen wallt,

wird sich nicht ändern, auch wenn ich alt.

 

Sag, wie kann ich Leben retten?

Im Schleier der Nichtwissenheit,

verzerrte Psyche in Situationsabhängigkeit,

Dendriten, Axiome und Neuronen sich selbst bekriegen,

ich nicht weiß, kann ich sie besiegen.

Meine selbst, ich so wenig kenn´,

oft in Arbeit und wunderbaren Träumen mich verrenn´,

sind sie Lichthalter im Netz der verkappten und ahnungslosen,

doch wissende um Ruhe und Schönheit,

wird sich zeigen – Knospen von Rosen,

in all ihrer Vollkommenheit.

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